Zwölfseitig gearbeite Contrefaitkugel mit kleinen Döschen
Zwölfseitig gearbeite Contrefaitkugel mit kleinen Döschen
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Inventar Nr.:
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KP B VI/II.129 |
Bezeichnung:
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Zwölfseitig gearbeite Contrefaitkugel mit kleinen Döschen |
Künstler / Hersteller:
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unbekannt
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Datierung:
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17. Jh. |
Objektgruppe:
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Dose / Kassette |
Geogr. Bezug:
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Deutschland |
Material / Technik:
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Elfenbein, gedrechselt und poliert |
Maße:
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6,7 cm (Durchmesser)
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Katalogtext:
Die Jahrtausende alte Fertigkeit des Drechselns erfuhr im ausgehenden 16. Jh. durch technisch verbesserte Drechselbänke eine neue Blüte. Neben dem wegen seiner Weichheit geeigneten Holz wurde besonders Elfenbein bearbeitet. Die Maschinen ermöglichten immer kühnere Virtuosenstücke.
Die Contrefaitkugel ist einer der kompliziertesten Gegenstände, die auf der Drehbank hergestellt werden können. In ihrem Inneren befindet sich eine Reihe weiterer, immer kleinerer Kugeln, alle aus der ursprünglich massiven Kugel herausgearbeitet.
Die mechanische Beherschbarkeit machte das Drechseln zeitweise regelrecht zur Mode und an zahlreichen Höfen Europas legten die Fürsten selbst Hand an. Auch Landgraf Carl von Hessen-Kassel richtete sich eine Werkstatt für diesen gelegentlichen Zeitvertreib ein.
Letzte Aktualisierung: 02.05.2023